Ich bin ja kompromissbereit, aber...

Wenn Stories so anfangen, kriege ich normalerweise die Oberkrise. Entweder bist du etwas – oder du bist es eben nicht. In meinem Fall ist das alles dann aber doch ein bisschen komplizierter.

MEIN ALLTAG BESTAND GRÖSSTENTEILS AUS TERMIN-TETRIS

Kompromisse einzugehen, finde ich per se nie verkehrt. Im Job, in meiner Beziehung. Je älter ich werde, desto mehr frage ich mich jedoch, in wiefern ich mein Leben nach anderen richten muss. Wahrscheinlich hat vor allem das letzte Jahr seinen Rest dazu beigetragen, dass ich endlich mal umdenke. Diese Erkenntnis ist weder besonders tiefgründig noch abgefahren. Aber wenn man – wie ich – mit circa 200 km/h in den ersten Lockdown kachelt, sind solche Entdeckungen bahnbrechend. Ich war fast 30 Jahre meines 31-jährigen Lebens Sternzeichen: Dauerdurchgetaktete. Früher bin ich von einer Verabredung in die nächste gejumpt. Ich war die Freundin, Schwester, Tochter, Bekannte, Journalistin, die ständig meinte: „Freu mich auf unser Treffen – ich kann Mittwochnachmittag in zwei Wochen“ – mein Alltag bestand größtenteils aus Kompromissen und Termin-Tetris. Meinen Zeitplan habe ich wie ein kniffliges Level durchgezogen, um es anderen mehr recht zu machen als mir. Oft genug bin ich am Endgegner (der eigenen Erschöpfung!) gescheitert. Doch die Dinge nehmen bekanntlich ihren Lauf und noch vor knapp einem Jahr konnte niemand ahnen, dass das große C unser Leben so dermaßen auf den Kopf stellt. In meinem Fall heißt das: Aus den Abenden mit meinen Freundinnen in meiner Lieblings-Brasserie wurden Zoom-Yogastunden. Schnacks mit Kollegen in der Kaffeeküche wichen digitalen Kaffeekränzchen, in denen jeder von seinem neuen Alltag erzählt.

@JOSÉ HEVIA

AUF EINMAL WAR DA WAHNSINNIG VIEL ZEIT

Es ist nicht so, dass mein Leben vor der Pandemie immer unglaublich spannend war. Aber es war halt so wie ich es kannte und mir zurechtgepuzzelt hatte. Mit allen Verpflichtungen, Veranstaltungen und Verabredungen. Ich erinnere mich noch genau an eine meiner ersten virtuellen Yoga-Klassen, in der meine Freundin Anna in die Runde fragte: „Wann habt ihr euch denn zum letzten Mal gelangweilt?“. Keine Ahnung! Auf einmal war da wahnsinnig viel Zeit, die es zu verplanen galt. Nachdem ich Freunde und Familie durchtelefoniert hatte und mich peu à peu im Home Office, unserem Esstisch, eingerichtet hatte, verlagerte sich mein Fokus mit jedem Tag ein kleines bisschen mehr von außen nach innen. Was wollte ich eigentlich? Mit welcher Intention wollte ich diese ungewisse Zeit überstehen? Ich wurde häuslicher, meine Jeanshosen wichen Joggern, meine durchaus ausbaufähigen Kochskills wurden trainiert und ich fing endlich an, Me-Time im Badezimmer zu zelebrieren. All die Überflüssigkeiten aus den letzten Jahren, die ich angesammelt hatte, mussten weg. Ich wollte nichts mehr zu Hause haben, was meine Energie oder Aufmerksamkeit rauben konnte. Kleider, die ich ewig nicht mehr getragen hatte, Beauty-Artikel, die im Regal einstaubten, Bekannte, die sich nicht mehr richtig in meinem Leben anfühlten. Ich schärfte meinen Blick für das Wesentliche und dabei stellte ich mir nicht nur einmal die Frage, was ich eigentlich in meiner kleinen Bubble brauchte.

Sold out

Sold out

Sold out

ICH WILL LOOKS KREIEREN, DIE MICH STRAHLEN LASSEN

„Ich umgebe mich mit Dingen, die mich kompromisslos glücklich machen.“ Das bedeutet: Ich möchte nichts mehr besitzen, das in der Naht zwickt oder Ingredients beinhaltet, die mir komisch vorkommen. Sicherlich gibt es Leute, die noch konsequenter auf ihre Ernährung achten oder etwa darauf, welche Mode sie tragen. Aber für mich war es ein wichtiger Step in die richtige Richtung. Denn nicht nur mein Terminkalender und mein Kleiderschrank haben sich um Laufe der letzten Monate verschlankt – auch in meinen Beauty-Bags sind nun wirklich nur noch absolute Lieblinge. Neue und alte. Einmal mehr investiere ich am liebsten in praktische Produkte. Ich will Looks kreieren, die mich strahlen lassen. Und das, ohne vorher zwei Stunden im Bad verbracht zu haben. Ich bin nämlich zu der Art Home Officler geworden, die lieber fünf Minuten länger im Bett rumlümmeln anstatt Schminkarien vor dem ersten Video-Call zu veranstalten. Da versteht es sich fast von selbst, dass die neuen vegangen Duo-Sticks ganz genau in mein Konzept passen. Sie haben unendlich viele Benefits, passen in jede Tasche, lassen sich schnell und unkompliziert verblenden und sorgen auch in dieser dunklen Zeit für einen frischen Teint, den ich grad wirklich gut gebrauchen kann. Ich bin kein Paradebeispiel für einen veganen Lifestyle, bitte nicht falsch verstehen. Aber ich denke, es ist wichtig, sich bewusster zu entscheiden und zu konsumieren – Beauty, Ernähung, Mode – und sich mit Inhaltsstoffen der Duo Sticks genau so auseinander zu setzen wie mit dem Franzbrötchen vom Bäcker.

@OVIOUS.CC

Letzteres würde ich übrigens gerade gerne auf einer flauschigen Picknickdecke mit meinen Liebsten um mich herum teilen. In Jeans oder Jogger rumlungern und unter freiem Himmel tanzen, lachen und trinken. Und ich weiß genau: Auf den Duo-Stick-Glow werde ich bei diesem Happening nicht verzichten wollen. In diesem Punkt gehe ich künftig keine Kompromisse mehr ein.

ABOUT ME

Ann-Charlott Karsten ist Journalistin & Autorin, Neu-Berlinerin & Beauty-Loverin und
testet für Kess Berlin ab sofort jeden Monat einen neuen Make-up-Look.

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